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Förderprogramme & Risikokapital für Gründer

Förderprogramme

Wer den Schritt in die Selbständigkeit wagt, braucht meist eine Finanzierung. Der Freistaat Sachsen und der Bund helfen Ihnen dabei:

Gründungsberatung

Der Freistaat Sachsen unterstützt Gründer mit einer »Gründungsberatung«. Gründer können Zuschüsse für Beratungsleistungen erhalten, die auf die Gründung vorbereiten oder bei der Übernahme eines Unternehmens begleiten. Die Themen sind dabei vielfältig und reichen von Finanzen über Fragen zum Geschäftskonzept bis hin zum Personalmanagement. Ziel ist die unternehmerische Vollexistenz; gefördert werden Beratungen zwischen zwei und zehn Tagewerken mit einem pauschalen Zuschuss, der meist 400 Euro pro Tagewerk beträgt. Antrags- und Bewilligungsstelle ist die Sächsische Aufbaubank – Förderbank.

Mikrodarlehen

Der Freistaat Sachsen unterstützt Gründer mit günstigen Darlehen bis zu 20.000 Euro für Investitionen und Betriebsmittel. Für die Rückzahlung bleiben sechs Jahre Zeit. Als Voraussetzung gilt ein Eigenanteil von mindestens 20 Prozent der Gesamtkosten. Antrags- und Bewilligungsstelle ist die Sächsische Aufbaubank – Förderbank.

Existenzgründung von Frauen im ländlichen Raum

Frauen werden besonders gefördert, wenn sie im ländlichen Raum eine Existenz gründen und damit zur Verbesserung der Lebens- und Erwerbssituation von Frauen sorgen. Die Existenzgründung wird mit einem Zuschuss von bis zu 6.000 Euro unterstützt.

Technologiegründerstipendium für technologie- und wissensbasierte Gründungen

Mit dem ESF-finanzierten Technologiegründerstipendium verstärkt der Freistaat Sachsen die Unterstützung von technologie- und wissensbasierten Gründungen des Bundes (siehe dazu www.exist.de).

Beim Technologiegründerstipendium gibt es für Studenten, Hochschulabsolventen oder Wissenschaftler monatliche Zuschüsse von bis zu 3.000 Euro, wenn Vorhaben mit hohem Kundennutzen und deutlichem Alleinstellungsmerkmal umgesetzt werden sollen. Antragsteller müssen Mitglied eines Teams sein, das interdisziplinär angelegt ist und kaufmännische Kompetenzen mitbringt. Die Gründung des Unternehmens soll innerhalb von sechs Monaten nach der Bewilligung erfolgen. Antrags- und Bewilligungsstelle ist die Sächsische Aufbaubank – Förderbank.

Markteinführung innovativer Produkte

Nach erfolgter Gründung können junge Unternehmen das sächsische Programm »Markteinführung innovativer Produkte« nutzen. Es verkürzt den Markteintritt innovativer Vorhaben und enthält eine Zuschuss- und eine Darlehenskomponente, zusammen bis zu 700.000 Euro. Damit können Start-ups etwa die Herstellung einer Nullserie, die Ausgaben für Schutzrechte und die Personalkosten für Marketingassistenten und Werbemaßnahmen für die Marktbearbeitung mitfinanzieren. Start-ups bis zu einem Alter von fünf Jahren erhalten besonders günstige Konditionen. Antrags- und Bewilligungsstelle ist die Sächsische Aufbaubank – Förderbank.

Gründungs- und Wachstumsfinanzierung

Der Freistaat Sachsen bietet mit dem GuW-Programm ein weiteres zinsgünstiges Darlehen an. Dabei können neben Wachstumsvorhaben auch Gründungen mit größerem Investitionsbedarf gefördert werden. In Zusammenarbeit mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) stehen mit den GuW-Darlehen sehr günstige Finanzierungsmöglichkeiten mit langen Laufzeiten zur Verfügung. Antrags- und Bewilligungsstelle ist die Sächsische Aufbaubank – Förderbank. Die KfW bietet selbst auch verschiedene Programme für Existenzgründer und Wachstumsunternehmen an.

Bürgschaften und Beteiligungen

Die Unterstützung durch den Freistaat Sachsen und dem Bund endet natürlich nicht, wenn junge Unternehmen ihre ersten Schritte getan haben und für weiteres Wachstum bereit sind. Ab diesem Punkt stellen der Freistaat Sachsen und der Bund gezielt finanzielle Hilfen zur Verfügung: Zuschüsse für Forschung und Entwicklung, für Investitionen, aber auch Bürgschaften oder Beteiligungskapital. Welche Maßnahme hier die richtige ist, hängt stark von der Art des Geschäftsmodells, dem Finanzierungsbedarf und der Höhe der verfügbaren Eigenmittel ab.

Wenn es Ihnen für Ihr Vorhaben an banküblichen Sicherheiten fehlt, können Bürgschaften der Bürgschaftsbank Sachsen und der SAB sowie Beteiligungen der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen und der Sächsischen Beteiligungsgesellschaft die Gründung und das Unternehmenswachstum erleichtern.

Risikokapital für Gründer

Risikokapital kann ein wichtiger Baustein bei der Realisierung risikoreicher Start-ups im hochtechnologischen und innovativen Bereich sein. Durch Venture Capital (VC) finanzierte Unternehmen können ihr Wachstumspotenzial im Allgemeinen besser ausschöpfen, vergleichsweise mehr Wertschöpfung erzielen und mehr Arbeitsplätze schaffen. Bei VC-finanzierten Unternehmen ist außerdem die Wahrscheinlichkeit, dass sie ihre Innovationen tatsächlich »auf die Straße bringen«, deutlich größer als bei Unternehmen, die auf eine VC-Finanzierung oder die Unterstützung durch einen Business Angel verzichten müssen.

Technologiegründerfonds Sachsen

Mit dem Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS) bietet der Freistaat Sachsen gemeinsam mit sächsischen Sparkassen ein wichtiges Angebot in der Frühphasenfinanzierung.

Er stellt Start-ups vollhaftendes Eigenkapital von bis zu fünf Millionen Euro zur Verfügung. Zielunternehmen kommen aus den Branchen ITK, Halbleiter- und Mikrosystemtechnik, Medizintechnik, Life Sciences, Umwelt- und Energietechnik oder Neue Medien und überzeugen durch ein hohes Wertschöpfungs- und Wachstumspotenzial. Daneben leistet der TGFS Unterstützung beim Unternehmensaufbau und berät die Unternehmen strategisch bei der Unternehmensentwicklung. Der TGFS wird Minderheitsgesellschafter und teilt Chancen und Risiken mit den Gründern.

High-Tech Gründerfonds des Bundes

Ergänzt wird dieses Angebot durch den High-Tech Gründerfonds des Bundes (HTGF). Der HTGF investiert bundesweit in innovative Hightech-Unternehmen. Die Start-ups kommen aus den Bereichen Automation, optische Technologien, Medizintechnik, Pharmadiagnostik, Hardware, Life Sciences, Energie sowie IT, Software, Medien oder Internet.

Bei der Finanzierung geht der HTGF bewusst höhere Risiken ein als private Geldgeber. Mithilfe der Seedfinanzierung sollen Start-ups die Möglichkeit bekommen, ihre Technologie bis hin zum Prototypen oder zur Markteinführung entwickeln zu können. Der HTGF beteiligt sich in der ersten Runde mit bis zu einer Million Euro an einem Unternehmen. Weitere bis zu zwei Millionen Euro stellt der Fonds für Folgefinanzierungen zur Verfügung. Neben diesen finanziellen Mitteln unterstützt er seine Portfoliounternehmen durch hohes Technologieverständnis und Gründererfahrung im Team ebenso wie durch ein weitreichendes internationales Netzwerk relevanter Partner.  

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